Übungen & News News Gefahrgutzug

Feuerwehr probt realistischen Notfall – Einsatzübung des Gefahrgutzuges bei Blache GmbH &Co KG

Bei der Firma Blache Textilmietservice in Karlsdorf hat am Dienstagabend, den 15.05.2018 eine großangelegte Gefahrguteinsatzübung stattgefunden. Neben der örtlich zuständigen Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard, welche durch die Führungsgruppe der Feuerwehr Stutensee unterstützt wurde haben auch die Einheiten des Gefahrgutzuges Karlsruhe Land Nord teilgenommen. Als Szenario für diese große Übung wurde der Austritt von anfangs unbekannten Stoffen aus der Wäscherei angenommen. Ein Mitarbeiter der Firma Blache wollte noch kurz vor Feierabend die Waschmittel an der Dosierstation der Waschmaschinen gegen neue austauschen. Während dieser Arbeiten kam es zu einem Zwischenfall, bei dem Leckagen und Undichtigkeiten an den Fässern entstanden. Der Geschäftsführer der Firma setzte einen Notruf ab. Im Falle eines Gefahrgutunfalles in Karlsdorf-Neuthard wird gemäß Alarm- und Ausrückeordnung neben der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard zeitgleich der Gefahrgutzug Karlsruhe Land Nord alarmiert. Dieser Zug setzt sich aus Einheiten aus den Feuerwehren Karlsdorf-Neuthard, Kraichtal mit den Abt. Menzingen und Münzesheim und der Feuerwehr Bretten zusammen. Der Zug ist spezialisiert auf Gefahrguteinsätze, um auf überörtlicher Ebene Feuerwehren bei diesen zumeist komplexen Lagen zu unterstützen. Nach Eintreffen der ersten Kräfte und des Gefahrgutzuges wurde im ersten Schritt eine umfangreichen Erkundung durch den Einsatzleiter und des Gefahrgutzugführers durchgeführt und der Austrittsbereich zunächst weiträumig abgesperrt. Zeitgleich wurde ein erster Einsatz unter Chemikalienschutzanzügen vorbereitet. Nachdem die Infrastruktur vollständig errichtet war, ging ein erster Trupp unter CSA zu einer Erkundung der Lage vor. Im Zuge der Erkundung stellte sich heraus, das der Mitarbeiter bewusstlos neben den auslaufendem Medium lag. Dieser wurde durch den Trupp gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Bei einem weiteren Vorgehen durch die CSA-Trupps konnten anhand der UN-Nummern die Stoffe lokalisiert und bewertet werden. Daraufhin wurde als Erstmaßnahme ein weiteres Auslaufen des Mediums mittels Auffangwannen unterbunden. Letztlich wurde das bereits ausgelaufene Medium mit Bindemittel gebunden und aufgenommen. Alle vorgegangenen Trupps unter CSA wurden nach ihren Einsätzen umfangreich dekontaminiert. Die Feuerwehrübungsleiter Jessica Kehrer und Björn Brenner sowie der Geschäftsführer Stefan Blache waren mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden. Die Übungsziele wurden in vollem Umfang erreicht. Man konnte wieder einmal wichtige objektbezogene Kenntnisse sammeln, die bei einem echten Feuerwehreinsatz Leben retten könnten. Für die Feuerwehr sind derartige, real inszenierte, Einsatzübungen extrem wichtig. Es müssen Einsatzsituationen und Fertigkeiten häufig trainiert werden, damit im Ernstfalle alle Handgriffe und Entscheidungen sitzen. Ein besonderer Dank gilt der Firma Textilmietservice Blache GmbH & Co. KG. Ohne deren Unterstützung wäre eine solche realitätsnahe Einsatzübung nicht möglich gewesen. Belohnt wurden die Mitglieder des Gefahrgutzuges Karlsruhe Land Nord für ihre Mühen, mit einem Umtrunk, welcher von der Firma Blache dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt wurde.

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Große Übung nach Gefahrgutunfall im Forster Industriegebiet

Am Samstagabend, den 06.05.2017 führte die Freiwillige Feuerwehr Forst gemeinsam mit den Kräften des Gefahrgutzuges Karlsruhe Land Nord, eine Gefahrgutübung im Forster Industriegebiet durch. Pünktlich um 18 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Forst und das DRK des Ortsverein Forst zur Firma DHR Oberflächenveredelung in die Heinrich-Hertz-Straße nach Forst alarmiert. Dort wurde angenommen, dass bei Arbeiten im Firmengebäude zwei Kanister mit Salzsäure umgekippt und teilweise ausgelaufen sind. Insgesamt 4 Arbeiter wurden dabei verletzt. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Forst, wurde die Lage durch den Einsatzleiter erkundet und zwei Trupps gingen unter Atemschutz zur Menschenrettung an den Eingang zum Firmengebäude vor. Dort lag bereits eine Frau mit einer Platzwunde am Kopf und ein Mann kam stark hustend aus dem Gebäude raus. Die beiden Mitarbeiter berichteten, dass noch zwei Personen im Gebäude seien und dort Gefahrgut ausgelaufen sei. Aufgrund dieser Lage entschied der Einsatzleiter umgehend die Kräfte des Gefahrgutzuges Karlsruhe Land Nord nachzualarmieren. Des Weiteren wurde der Bereich großräumig abgesperrt und ein Not-Dekontaminationsplatz eingerichtet. Bis zum Eintreffen der Kräfte des Gefahrgutzuges, welcher sich aus Komponenten der Freiwilligen Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard, der Freiwilligen Feuerwehr Kraichtal mit den beiden Abteilungen Menzingen und Münzesheim und der Freiwilligen Feuerwehr Bretten zusammensetzt, wurden die beiden verletzten Personen in den Not-Dekon-Platz gebracht und dort dekontaminiert. Gleichzeitig hierzu bauten die Rettungskräfte des DRK Ortsverein Forst ihr Patientenbetreuungszelt auf und bereiteten das notwendige Equipment zur Patientenversorgung vor. Als der Gefahrgutzug eintraf, übernahmen die Spezialkräfte das weitere Vorgehen im Gefahrenbereich. Es wurde ein Dekontaminationsplatz eingerichtet und zwei Trupps gingen unter Atemschutz und mit Chemikalienschutzanzügen zunächst zur Menschenrettung in das Firmengebäude vor. Nachdem die beiden Personen im Gebäude ausfindig gemacht werden konnten, wurden diese nach draußen gebracht, dekontaminiert und dann dem DRK des Ortsverein Forst übergeben. Parallel hierzu rüstete sich ein weiterer Trupp mit Schutzanzügen aus und ging mit einem Strahlrohr an den Firmeneingang vor um austretende Dämpfe niederzudrücken. Nach der Menschenrettung gingen die beiden Trupps erneut in das Firmengebäude vor und erkundeten die beiden beschädigten Fässer, aus denen die Salzsäure austrat. Um den Gefahrstoffaustritt zu stoppen, packten sie die Fässer in große Behältnisse und verschlossen diese. Somit war die Gefahr gebannt und das Übungsziel erreicht. An der Übung beteiligt waren insgesamt etwa 80 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Forst, des DRK Ortsverein Forst und des Gefahrgutzuges Karlsruhe Land Nord, unter der Einsatzleitung des Forster Kommandanten Mario Heinzmann. Im Anschluss an die gelungene Übung wurde eine Übungsnachbesprechung durchgeführt und man konnte bei einem gemeinsamen Abendessen im Feuerwehrhaus Forst die gewonnenen Erfahrungen Revue passieren lassen. Einen ganz besonderen Dank geht an die Firma DHR Oberflächenveredelung für die gute Zusammenarbeit bei der Übungsplanung und Übungsdurchführung, sowie die Bereitstellung der Firmenhalle, die dieses Übungsszenario in dieser Form erst möglich machte.

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Quelle: Fabian Geier, Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe

Chemieunfall im Wasserwerk-Gefahrgutzug und DRK üben gemeinsam

Am Dienstag, den 27.09.2016 um 19.30 Uhr meldete ein Mitarbeiter des Wasserwerkes Karlsdorf-Neuthard ein Leck im Lager für Schwefeldioxid und Schwefelsäure. Eine unbekannte Menge der vorhandenen Flüssigkeiten ist entwichen und hat sich teilweise in giftiges Gas verwandelt. Gemäß der Alarm- und Ausrückeordnung wurde die Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard, gemeinsam mit der Führungsgruppe der Feuerwehr Stutensee alarmiert. Dem ersteintreffenden Kräften bot sich folgende Lage: Ein IBC-Container stand auf dem Hofe des Wasserwerkes aus dem eine unbekannte Flüssigkeit austrat und es lagen zwei bewusstlose Personen daneben. Nach einer kurzen Erkundung durch den Einsatzleiter, war klar das es sich hierbei um eine Chemikalie handelte und handelte gemäß der GAMS-Regel (Gefahr erkennen – Absperren und Absichern – Menschenrettung durchführen – Spezialkräfte (Gefahrgutzug Karlsruhe Land Nord) sowie zusätzlich das DRK OV Neuthard alarmieren). Bis zum Eintreffen der nachfordernden Kräfte, wurde die unmittelbare Umgebung evakuiert. Weiterhin wurde im Bereich des IBC-Containers mit einem Wasserschleier austretendes Gas niedergeschlagen. Nach Eintreffen des Gefahrgutzuges, unterstützte dieser bei der Menschenrettung und die Verletzten Personen wurden dem DRK Neuthard zur weiteren Medizinischen Behandlung übergeben. In der Zwischenzeit wurde die Dekontaminationsschleuse aufgebaut, sowie weitere Kräfte mit CSA ausgerüstet. Die Auslaufende Flüssigkeit wurde Aufgefangen und das Leck wurde fachgerecht abgedichtet. Anschließend wurden die eingesetzten Trupps, in der Dekontaminationsschleuse gereinigt (dekontaminiert), um eine Verschleppung des gefährlichen Stoffes zu verhindern. Zeitgleich kontrollierten Messtrupps in der unmittelbaren und weiteren Umgebung durch Messungen die Ausbreitung von Schadstoffen in der Luft. Bei der abschließenden Nachbesprechung wurden die Übung und der Ablauf analysiert. Kommandant Edgar Geißler Danke allen eingesetzten Kräften von Feuerwehr und DRK, sowie den beiden Übungsvorbereitern Michael Jörger und Björn Brenner. Ein weiter Dank gilt auch der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard, besonders Wassermeister Herr Russ für die das zur Verfügung gestellte Gelände des Wasserwerkes Karlsdorf-Neuthard.

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Gefahrgutübung im Kieswerk in Karlsdorf

Am Dienstag, den 31.05.2016 fand eine herausfordernde Gefahrgut-Gemeinschaftsübung statt. Annahme war ein eine Leckage eines Gasbehälters auf dem Gelände der Karlsdorfer Rheinsand- und Kiesgewinnungs-GmbH. Bei umsetzarbeiten mit dem Bagger hatte dieser ein Loch in den Gastank gerissen. Die ersteintreffende Ortsfeuerwehr Karlsdorf-Neuthard und die Führungsgruppe der Feuerwehr Stutensee stellten schnell nach Erkundung der Lage fest, dass sich der Baggerfahrher in Sicherheit gebracht hatte und keine weiteren Personen auf dem Gelände mehr anwesend waren. Außerdem bemerkte der Atemschutztrupp die Kennzeichnung des Gastankes als Gefahrgutbehälter und informierte dessen Einsatzleiter. Dieser reagierte fachgerecht und lies den Gefahrgutzug Karlsruhe Land Nord nachalarmieren. Während die Spezialkräfte auf Anfahrt waren, riegelte die Ortsfeuerwehr den gesamten Bereich  ab und unternahm die ersten Vorbereitungen für den Gefahrgutzug. Als diese ankam, nahm die Rettungskette seinen Lauf. Die Spezialisten rüsteten sich mit dem Gefahrgutanzug 2 aus und erkundeten die Leckage an dem Behälter. Nach kurzer Rücksprache mit den Fachberatern Chemie, konnte das Leck mit Mosgummiplatten und einem Spanngurt abgedichtet werden. Zeitgleich kontrollierten Messtrupps in der unmittelbaren und weiteren Umgebung durch Messungen die Ausbreitung von Schadstoffen in der Luft. Die unmittelbar an der Unfallstelle eingesetzten Kräfte des Gefahrgutzuges und der Ortsfeuerwehr durchliefen nach Beendigung ihres Einsatzes die verschiedenen Bereiche des Dekontaminationsplatzes. Hierbei wurden sie von extra geschultem Personal grob gereinigt und aus ihrer verschmutzten Einsatzkleidung befreit. In der Anschließenden Übungsbesprechung lobte Kommandant Edgar Geißler die hervorragende und reibungslose Zusammenarbeit aller beteiligten Einheiten. Er Dankte auch der Firma Karlsdorfer Rheinsand- und Kiesgewinnungs-GmbH für die zur Verfügung des Firmengeländes für solch eine große Einsatzübung. Ein großer Dank sprach er Michael Jörger, Björn Brenner und Jessica Kehrer aus für die Vorbereitung dieser Übung. Insgesamt waren an der Übung 50 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen beteiligt.

 

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„ABC-Einsatz“ Lehrgang erfolgreich abgeschlossen

Zur Vorbereitung auf Schadenslagen mit gefährlichen Stoffen und Gütern, besuchten zwei Kameraden der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard Ende letzten Jahres und Anfang dieses Jahres, den Lehrgang „ABC Einsatz“ an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg in Bruchsal. In 71 Unterrichtsstunden eigneten sich die Teilnehmer die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten an, um atomaren, biologischen und chemischen Gefahren bei Einsätzen sicher und kompetent begegnen zu können. Der theoretische Teil der Ausbildung umfasste etwa 35 Stunden. Dabei wurden Themen wie naturwissenschaftliche Grundlagen und Vorschriften zur Kennzeichnung von ABC-Gefahrstoffen ebenso erörtert wie die Einsatztaktik und die Handhabung der Schutzausrüstung. Auch die verschiedenen Mess- und Arbeitsgeräte, die der Feuerwehr zum Auffangen, Abdichten oder Umfüllen von Gefahrstoffen zur Verfügung stehen, wurden ausgiebig behandelt. In der praktischen Ausbildung wurden verschiedenste Einsatzlagen durchgespielt, so dass die Teilnehmer ihr neu erworbenes Wissen direkt anwenden und vertiefen konnten. Als Abschluss des Lehrganges stand am letzten Tage eine Schriftliche sowie Praktische Prüfung auf dem Stundenplan, welche Andreas Erdel und Christian Geißler mit Bravour meisterten. Wir Gratulieren den beiden zum erfolgreichen Abschluss des Lehrganges „ABC Einsatz“ und wüschen Ihnen viel Erfolg bei der Tätigkeit im Gefahrgutzug Karlsruhe Land Nord.

 

ABC Einsatz April

CBRN Erkunder Lehrgang erfolgreich bestanden

Vom 14.03.16 bis 18.03.16 nahmen zwei Kameraden der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard am Lehrgang CBRN-Erkunder an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal teil. Der CBRN-Erkundungskraftwagen wird im Rahmen des Katastrophenschutzes verwendet und wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe beschafft und den Ländern zugeordnet, die es wiederum den einzelnen Standorten zuweisen. Das Fahrzeug ist das einzige CBRN-Spürfahrzeug das bundesweit einheitlich beschafft wurde und wird. Es wird von vier Mann bedient, verfügt über einen Allradantrieb und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 4,0 Tonnen. In dem einwöchigen Lehrgang wurden die Aufgaben und Bedienung des CBRN-Erkundungswagen geschult. Diese sind die Detektion von radiologischen und chemischen Kontaminationen, Identifikation einzelner chemischer Gefahr- und Kampfstoffe, Kontaminationsbelastung mit radioaktiven Stoffen messen, Kennzeichnen kontaminierter Gebiete, Unterstützung anderer ABC-Dienstkomponenten des Katastrophenschutzes und die Probenahme (Luft-, Boden- und Bewuchs- sowie Wasserproben). In mehreren Praktischen Übungen wurde das zuvor vermittelte Theoretische Wissen vertieft. Doch bevor die beiden CBRN-Erkunder ihr neu erlerntes Wissen auch in der Realität bei echten Einsätzen umsetzen können, mussten sie am letzten Tag eine Schriftliche und Praktische Prüfung über sich ergehen lassen. Wir gratulieren Björn Brenner und Michael Jörger zur bestanden Prüfung und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Tätigkeit im Gefahrgutzug Karlsruhe Land Nord.

 

Erkunder Lehrgang