Jugendfeuerwehr in Aktion

Ausnahmsweise erlaubt setzte ein Feuerwehrmann als „Brandstifter? das selbstgezimmerte Häuschen an der Amalienstraße in Karlsdorf-Neuthard in Brand. Nachdem die Flammen auf den Dachstuhl übergegriffen hatten, löste der stellv. Kommandant Georg Kistner, den Alarm aus.

Mit Unterstützung von einigen Aktiven kam die Jugendfeuerwehr mit drei Fahrzeugen, dem Einsatzleitfahrzeug (ELW), dem LF 8/6 und dem LF 10 mit Blaulicht und Martinshorn angerauscht. Einsatzleiter und Jugendwart Christian Geißler, in gelber Weste gut erkennbar, erteilte nach gemeinsamer Erkundung der Lage mit dem Melder die Einsatzbefehle. In Windeseile wurden die Schläuche ausgerollt und an Verteiler angeschlossen und der Unterflurhydrant in der Amalienstraße wurde angezapft. Der Angriffstrupp, ging voraus und binnen kürzester Zeit hieß es „Erstes Rohr Wasser marsch?

Der erste Trupp baute eine Riegelstellung zur Sicherung des benachbarten Mühlenplatzes auf. Eine Nebelwand aus Wasser sollte den Funkenflug verhindern. Derweil löschte ein zweiter Trupp sofort das zwischenzeitlich lichterloh brennende Häusle. Unterstützung kam durch ein drittes Rohr und so erfolgte die Brandbekämpfung von drei Seiten. Einem sichtbar gewaltigen Druck des Wassers mussten die jeweils zwei jungen Feuerwehrleute hier im wahrsten Sinne des Wortes standhalten. Sichtbar stolz verrichteten sie ihre Arbeit bis das Feuer gelöscht war und der Gruppenführer den Befehl „Wasser halt? an die drei Rohre erteilte. Mit einer Gabel wurde der Brandort nach Glutnestern untersucht. Üblicherweise führen die Feuerwehren heute eine Wärmebildkamera mit sich, die hier schnell unzweifelhafte Informationen liefert.

Nach 25 Minuten war das von sehr vielen großen und kleinen interessierten Zuschauern verfolgte Spektakel vorüber. Der Jugendwart Christian Geißler und die beiden stellv. Kommandanten Georg Kistner und Patric Paulus zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der mittwochs stattfindenden Übungen ihrer insgesamt 87 Schützlinge. Die Freude am Zeigen-Dürfen des Erlernten vor einer derartig großen Zuschauerkulisse war den eifrig und gleichzeitig hoch konzentriert hantierenden Jungen und drei Mädchen anzusehen und förmlich zu spüren.

 

   
   

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