Neue Atemschutzgeräteträger ausgebildet

Im November haben zwei Angehörige der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger erfolgreich absolviert. In dem zweiwöchigen Lehrgang konnten sich die Teilnehmer in Theorie und Praxis den richtigen und sicheren Umgang von Atemschutzgeräten im Feuerwehreinsatz aneignen. Neben den theoretischen Unterrichtsthemen, wie z.B. Rechtsgrundlagen oder Atemgifte, fanden auch zahlreiche Einsatz- und Belastungsübungen statt.

Highlight war die zum Abschluss des Lehrgangs stattfindende Übung im Brandcontainer. Hier wurde das in den Tagen zuvor gelernte und angeeignete Wissen in die Tat umgesetzt und praktisch angewandt. In Zweiertrupps meisterten die neuen Atemschutzgeräteträger auch diese Übung problemlos. Diese Grundlagen und Fertigkeiten werden jetzt am Standort noch weiter vertieft, bevor sie ihr sehnlichst erwartetes „A“ als Helmkennzeichnung erhalten und letztlich im Einsatzfall auch als Geräteträger eingesetzt werden können.

An jeden Geräteträger werden unterschiedliche Anforderungen gestellt. Neben dem Lehrgang muss zuvor das 18. Lebensjahr vollendet, aber auch die Grundausbildung abgeschlossen sein. Ebenfalls muss die körperliche Eignung nach G26/3 durch einen Arzt festgestellt und bestätigt werden. Während des Lehrgangs erhält jeder Teilnehmer Einblick in Themen wie Rechtsgrundlagen oder Aufbau und Funktion von Atemschutzgeräten und Masken, aber auch die zusätzliche körperliche Belastung beim Tragen von Schutzkleidung und Atemschutzgeräten (ca. 35kg) wird vermittelt. Nach der Ausbildung sind für jeden Atemschutzgeräteträger regelmäßige Wiederholungsübungen, Nachuntersuchungen, aber auch Fortbildungen oder Nachschulungen (Theorie und Praxis) Pflicht.

Wir gratulieren Svenja Baumgärtner und Leon Rößler recht herzlich und wünschen ihnen immer ausreichend Luft und unfallfreie Einsätze.

18 11 19 Atemschutzlehrgang

Neuer Gerätewagen-Gefahrgut an Feuerwehr übergeben

Herr Landrat Dr. Schnaudigel eröffnete am Dienstagabend gegen 18 Uhr vor der Altenbürghalle in Karlsdorf-Neuthard die feierliche Übergabe des neuen Gerätewagen-Gefahrgut, kurz GW-G genannt.

Er begrüßte Herrn Bürgermeister Sven Weigt, Herrn Kreisbrandmeister Thomas Hauck, die Vertreter des Gemeinderates Karlsdorf-Neuthard, des Kreistages, des Landratsamtes sowie des Kreisfeuerwehrverbandes. Des Weiteren hieß er die zahlreichen Vertreter der verschiedenen Feuerwehren des Landkreises herzlich willkommen.

Er dankte in seiner Ansprache allen Beteiligten für ihren großen Einsatz bei der Realisierung der Beschaffung. Es war nicht immer einfach ein so individuelles Fahrzeug in Auftrag zu geben. Letztendlich konnte es aber zu einem hervorragenden Abschluss gebracht und das Ergebnis nun präsentiert werden. Der finanzielle Aufwand von rund 465.000 Euro sei eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Gefahrgutzuges und mit Karlsdorf-Neuthard ein alt bewährter Partner für die Wahl des Fahrzeug-Standortes.

Im Anschluss bedankte sich Bürgermeister Sven Weigt in einer kurzen Rede beim Landratsamt für die hervorragende Zusammenarbeit in der Vergangenheit und das entgegengebrachte Vertrauen. Nun stehe den Feuerwehrkameradinnen und Kameraden des Gefahrgutzuges einiges an Ausbildungsarbeit bevor um das Fahrzeug im Detail kennen zu lernen und um die Gerätschaften fachgerecht bedienen zu können.

Anschließend setzten Mitarbeiter der Firma Aliventa, den Veranstaltungsexperten aus Karlsdorf-Neuthard, das neue Fahrzeug ins richtige Licht. Hier kam auch als kleiner Überraschungseffekt Pyrotechnik zum Einsatz. Die restlichen Fahrzeuge des Gefahrgutzuges begrüßten den neuen Gerätewagen ebenfalls durch Einschalten des Blaulichtes.

Fahrzeugdaten: 16 Tonnen Fahrgestell von MAN mit 290 PS, Beladung nach DIN-Norm 14555-12, Ladebordwand 1,5 Tonnen von Bär, Aufbau und Beladung von Ziegler, Material zum Auffangen und umpumpen von Gefahrstoffen in fester und flüssiger Form, Probenahmesets, Messtechnik: 4 Multigasmessgeräte und 1 PID Messgerät, Wärmebildkamera von Flir, 10 Ex-geschützte Funkgeräte, 10 CSA-Anzüge und 20 leichte Schutzanzüge, 4 Rollwägen für Umpumpen, Erstangriff, PA/Schnelleinsatzzelt und Dekontamination, LED-Lichtmast und Markise.

Die beiden Pfarrer Dr. Forneck und Rensch gaben dem GW-G den kirchlichen Segen. Nach der Segnung des Fahrzeuges ging es aufgrund der sinkenden Temperaturen im Foyer der Altenbürghalle weiter.

Es folgte die symbolische Schlüsselübergabe durch einen Vertreter der Firma Ziegler an Kommandant Edgar Geißler. Dieser bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

Der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Eckhard Helms hielt nun noch einige Überraschungen in Form von Ehrungen für die Anwesenden bereit. Zuerst bat er die Kameraden Michael Jörger und Björn Brenner der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard zu sich. Die beiden erhielten für ihr jahrelanges Engagement innerhalb der Feuerwehr, insbesondere aber des Gefahrgutzuges, die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber verliehen. Eckhard Helms steckte den Kameraden die Auszeichnung an die Uniform und übergab ihnen die dazugehörigen Urkunden. Als nächstes wurde Kommandant und Zugführer des Gefahrgutzuges Edgar Geißler nach vorne gebeten. Dieser wurde vom Verbandsvorsitzenden Helms aufgrund  seiner herausragenden Verdienste um den Gefahrgutzug mit der Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes in Silber ausgezeichnet. Zum Abschluss wurde Kreisbrandmeister Thomas Hauck für seine „Lebensleistung“ innerhalb der Feuerwehr  mit der höchst möglichen Auszeichnung geehrt, dem Deutschen Feuerwehr Ehrenkreuz in Gold.

Zum Abschluss richtete der Gefahrgutzugführer Edgar Geißler noch ein paar abschließende und dankende Worte an die anwesenden Kameradinnen und Kameraden und lud diese ein sich am Buffet zu bedienen und / oder den Gerätewagen-Gefahrgut im Außenbereich zu besichtigen.

18 11 06 bergabe GWG 1  18 11 06 bergabe GWG 2 
 18 11 06 bergabe GWG 3  18 11 06 bergabe GWG 4

Bericht: Patric Paulus, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Karlsruhe

Bilder: Patric Paulus, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Karlsruhe und Gemeinde Karlsdorf-Neuthard

Truppführerlehrgang erfolgreich abgeschlossen.

Auch in diesem Jahr fand bei der Feuerwehr Ubstadt-Weiher der Lehrgang „Truppführer“ des Unterkreises Bruchsals statt. In dem ca. 35 Stunden dauernden theoretischen und praktischen Unterricht, wurde das vorhandene Wissen der 23 Teilnehmer noch mehr vertieft und spezialisiert. Der Lehrgang „Truppführer“ ist aufbauend auf die Grundausbildung und der dann folgenden 2-jährigen internen Weiterbildung bei Übungen, Einsätzen, usw. und ist auch Voraussetzung für die weiterführenden Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg in Bruchsal. Die Absolventen des Lehrgangs dürfen zudem einen Trupp (1 Trupp = 2 Feuerwehrleute) führen und tragen damit Verantwortung für eine weitere Person. Somit ist der Truppführerlehrgang, den am Samstag, den 27.10.2018 die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner bestanden haben, nicht nur irgendein Feuerwehrlehrgang, sondern ein wichtiger Baustein in der Ausbildung von Feuerwehrleuten. Die Inhalte des Lehrganges sind u.a. allgemeines taktisches Wissen, Vorbeugender Brandschutz, Fahrzeugkunde, Rechtsgrundlagen und Organisation, Brennen und Löschen, Löscheinsatz, Technischer Hilfeleistungseinsatz, Gefährliche Stoffe und Güter, Rettung. Die theoretische Prüfung mussten die Teilnehmer am Samstagvormittag hinter sich bringen. Bei der anschließend praktischen Prüfung, bei der ein Gebäudebrand mit Menschenrettung angenommen wurde, mussten die Feuerwehrmänner ihr gelerntes Können unter Beweis stellen. Bei der abschließenden Besprechung lobte der Unterkreisführer Michael Hellriegel die Feuerwehrleute für ihren Einsatz in den Gemeinden und dass sie sich so selbstlos in den Dienst der Gesellschaft stellen. Leider ist dies in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich. Er hatte dann die Ehre die Urkunden für den bestandenen Lehrgang zu verteilen, die alle Lehrgangsteilnehmer gerne und mit Stolz entgegen nahmen. Lobende Worte fand Hellriegel natürlich aber auch für die Ausbilder, die wie immer eine hervorragende Arbeit geleistet haben. Wir beglückwünschen Svenja Baumgärtner, Leon Rößler, Nina Scheuermann, Pascal Schlindwein, Janine Schlindwein, Köhler Dominik, Marvin Dorn und Simon Jung zum erfolgreichen Lehrgangsabschluss und wünschen Ihnen viel Erfolg bei kommenden Einsätzen.

 

18 11 04 Truppfhrer

Erfolgreiche Abnahme Geschicklichkeitsahren

Die Kameraden Benedikt Klein, Martin Elwert und Aaron Schmitt (v.l.n.r.) nahmen am Samstag den 6. Oktober an einem besonderen Wettbewerb teil. In Oberhausen-Rheinhausen legten sie das Geschicklichkeitsfahren für Maschinisten als Bestandteil des Leistungsabzeichen Baden-Württemberg mit erfolg ab. Ihr Fachwissen, das für Einsatzfahrten und das Bedienen der Löschpumpe benötigt wird, wurde in einem schriftlichen Test abgefragt. Anschließend galt es im praktischen Teil, das fahrerische Können unter Beweis zu stellen. Hierzu musste ein Parcour mit unterschiedlichen Hindernissen in einer vorgegebenen Zeit und möglichst ohne Fehlerpunkte absolviert werden. Mit dem HLF 20 hatten die Kameraden sich dafür in zusätzlichen Übungsabenden vorbereitet um das 15 Tonnen schwere Fahrzeug möglichst Präzise zu Beherrschen. Das Geschicklichkeitsfahren bildet verschieden Situationen aus dem alltäglichen Straßenverkehr mit Löschfahrzeugen ab und hilft den Kameraden künftig das Fahrzeug und die Mannschaft stets zügig und unfallfrei zum Einsatzort zu bringen. Herzliche Glückwunsch den drei Kameraden und vielen Dank für die zusätzlich aufgebrachten Stunden zum Wohle der Sicherheit in unserer Gemeinde.

 

Geschicklichkeitsfahren2018thumb