Aktuelles und News

Feuerwehr zum Anfassen – Schönbornschule zu Gast bei der Feuerwehr

Retten-Löschen-Bergen-Schützen. Dieser Leitspruch der Feuerwehr beinhaltet viele Einsatzbereiche. Bei dem Stichwort "Schützen" denken viele zunächst an Deichverteidigung bei Hochwasser. Doch auch die Brandschutzerziehung fällt in den Bereich "Schützen" und gehört mit zu den Aufgaben der Feuerwehr; auch hier in Karlsdorf-Neuthard. Theoretisches Wissen zum Thema, welches bereits in der Schule vermittelt wurde, wird bei dem Besuch im Feuerwehrhaus durch angewandte Praxis ergänzt. Vergangene Woche verbrachten 41 Schüler der Schönbornschule in Karlsdorf zwei Schulstunden im Gerätehaus Karlsdorf, um neues in Sachen Feuer und Brandschutz zu lernen. Angehörige der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard hatten wieder einiges vorbereitet für einen spannenden Schulunterricht der anderen Art: Nach einer kurzen Einleitung, in denen die Aufgaben der Feuerwehr erläutert wurden, über die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr in Karlsdorf-Neuthard gesprochen wurde, folgte der praktische Teil. Durch Anschauen, Anfassen und Begreifen nehmen die Schüler die Dinge ganz anders wahr. So lernten die Viertklässler etwas über die erforderliche Einsatzkleidung eines Feuerwehrmannes und hörten Wissenswertes über giftigen Rauch und die Verwendung von Atemschutzgeräten und deren Wirkungsweise. Der eine oder andere Schüler nutzte die Gelegenheit, die eingeschränkte Sicht durch eine Atemschutzmaske einmal selbst zu testen. Richtig spannend wurde es, als im Laufe des Unterrichtes noch Wasser ins Spiel kam. Auf dem Vorplatz des Feuerwehrhauses bauten die Schüler mit Unterstützung erfahrener Feuerwehranghöriger eine Leitung für einen "Löscheinsatz" auf. Sie kuppelten Verteiler, Schläuche und Strahlrohre, welche auch in der Jugendfeuerwehr verwendet werden, und "löschten das virtuelle Feuer" auf der grünen Wiese. Ein Highlight war natürlich als Abschluss der Unterrichtsstunde eine kleine Ortsrundfahrt mit dem Feuerwehrauto. Wir möchten uns bei allen Kameraden für die geopferte Freizeit zur Gestaltung diesen echt tollen Vormittages bedanken.

 

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Feuerwehr trainiert unter realen Bedingungen

Die Anzahl der Schadfeuer nimmt in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren glücklicherweise stetig ab. Nicht so jedoch die Anforderungen und Gefahren die ein Brandeinsatz mit sich bringt. Um auf den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein, nahmen insgesamt 20 Angehörige der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard, zusammen mit der Feuerwehr Forst und Bruchsal. am Wochenende vom 20.-22. April 2018 an einer Realbrandausbildung der Firma Feuercon (Feuerwehr- und Realbrandausbildung) aus Erkrath teil, die die Übungen mit fünf Trainern begleiteten und Vorgehensweisen trainierten. Alle Ausbilder der Firma sind ebenfalls in einer Feuerwehr aktiv, denn sie arbeiten nach dem Motto "aus der Praxis, für die Praxis". Die Übungsteilnehmer, die bereits ausgebildete Feuerwehrleute und Atemschutzgeräteträger sind, wurden sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis geschult. Im Brandcontainer ist realitätsnah eine Etagenwohnung aufgebaut, in der sich auch eine Küche und ein Wohnzimmer befindet. Die gesamte Übungsfläche beträgt ungefähr 55qm. Unter anderem wurde trainiert, wie der Trupp zum Beispiel eine Tür öffnet, hinter der sich bereits offene Flammen entwickelt haben und hier Löschwasser effektiv in geringer Menge eingesetzt werden kann. Außerdem war ein weiteres Schwerpunktthema das richtige Verhalten bei einem sogenannten Flash-Over. Solche Vorgehensweisen erfordern intensives Training, damit diese auch in Stresssituationen sicher angewendet werden und die Gefahren jederzeit erkannt werden können. Für die vorgehenden Trupps kann nur unter realen Bedingungen auch Stress erzeugt werden und so ist es möglich auch einen Blick für Gefahren zu entwickeln. Die Vorteile dieses Trainings liegen auch in der Gewöhnung an das Arbeiten unter großer Hitze und an der sehr realistischen Darstellung und Durchführung eines Innenangriffes. Betrieben wird der Brandcontainer durch unbehandelte Holzpaletten, denn nur so kann ein Einsatz unter realitätsnahen Bedingungen durchgeführt werden. Das Brandmaterial erzeugt im Innenraum des Containers Temperaturen bis ca. 600°C. An die Umwelt wird hier selbstverständlich auch gedacht. Während die Anlage in Betrieb ist, sondert sie nicht mehr Schadstoffe ab als ein handelsüblicher Kamin, der in Wohngebäuden zum Einsatz kommt. Dieses wird mit Messungen durch ein spezielles Messgerät kontinuierlich nachgewiesen. Es ist unheimlich wichtig, dass die Übungen so realitätsnah wie nur eben möglich durchgeführt werden, denn nur so können die Einsatzkräfte auf alle möglichen Gefahren hingewiesen und geschult werden. Ein solcher Brandcontainer eignet sich optimal für diese Zwecke und nur so können Fehler im Einsatz vermieden werden. Die Teilnehmer und die Veranstalter waren sich am Ende darüber einig, dass solche Trainings wichtig sind, um die eigenen Grenzen und Möglichkeiten im Innenangriff besser erlernen zu können. Theorie und Praxis weichen nicht selten voneinander ab. Die persönliche Erfahrung unter realen Bedingungen trägt erheblich zur Sicherheit im Feuerwehrdienst bei. Vielen Dank an die Kameraden die ihre Freizeit für diese Zusatzausbildung geopfert haben, sowie den Geräte- und Kleiderwarten, die mit vielen zusätzlichen Arbeitsstunden für die Reinigung und Instandsetzung der Gerätschaften und Kleidung nach den Übungen gesorgt haben. Ein weiterer Dank geht an die Werkfeuerwehr des Kernkraftwerkes Philippsburg für die zur Verfügung Stellung der benötigten Atemschutzgeräte.

 
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Präventionsvortrag zu Tricks und Betrügereien

Zu einem sehr Interessanten Nachmittag haben sich die Altersmannschaft mit Ihren Frauen im Feuerwehrhaus Neuthard am Donnerstag, den 05.04.2018 getroffen. Der Einstieg an diesem Nachmittag machte Bernhard Riedle mit einem kurzweiligen Bildervortrag über die Ausflüge und Treffen der Alterskameraden der vergangenen Jahre. Frisch Gestärkt durch einen kleinen Imbiss, konnte Altersobmann Paul Huber Herr Remigius Kraus vom Referat Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe begrüßen. „Draußen ist es nicht gefährlich, wir meinen es nur immer“ so startete der Vortrag von Herr Kraus. Gerade mal in Karlsruhe waren vergangenes Jahr 2017 nur 17 Handtaschen Raupdelikte zu verzeichnen. Die meisten Tricks und Betrügereien geschehen Heut zu Tage direkt an der Haustüre oder Unterwegs. Der „neue Zeitungsträger“, der Daten aktualisieren müsse, die „neuen Pflegekräfte“, die ab morgen kommen, der freundliche „Mitarbeiter von der Bank“, der zwei Tage nach dem runden Geburtstag mit einem Blumenstrauß gratuliert. Um Hilfe wird gebeten, z.B. um ein Glas Wasser, die Benutzung der Toilette, einen Kugelschreiber für eine Nachricht an Nachbarn. Da klingelt der vermeintliche Mitarbeiter der Stadtwerke oder des Telekommunikationsunternehmens, um den Wasserdruck nach einem Wasserschaden in der Straße zu testen, die Rauchmelder zu überprüfen oder die Umstellung des Fernsehanschlusses zu überprüfen. Sinn und Zweck dieser Besuche: Das Auskundschaften der Wohnung und der schnelle Griff zu aufbewahrten Wertsachen und Bargeld. „Es gibt keine ‚sicheren Verstecke‘ für Bargeld oder Schmuck! Gehen Sie davon aus, dass Diebe und Einbrecher alle ‚sicheren Verstecke‘ kennen.“ Über‘s Ohr gehauen wird auch bei Versuchen, Billigstware oder schlechte Dienstleistung zu einem „super Preis“ bei einer „super Gelegenheit“ zu verkaufen. Messersets oder Armbanduhren werden „günstig“ angeboten – gerne auch auf öffentlichen Parkplätzen. Hinterher erweisen sich die immer noch teuren „Schnäppchen“ als unbrauchbarer Ramsch. Ohne Kaufvertrag, ohne Rückgabemöglichkeit. Hauseigentümern werden Schäden am Dach vorgegaukelt, dringend zu reparieren! Da die Handwerker gerade in der Straße sind: ohne Anfahrtskosten! Die Geschichte entwickelt sich zu einer teuren Reparatur, unprofessionell ausgeführt. „Sie glauben nicht, wie schnell man doch reinfällt.“ Die Betrüger sind smart und freundlich – und will man denn immer unhöflich und misstrauisch sein? Remigius Kraus rät: „Wer an Ihrer Tür klingelt, bleibt erst einmal draußen.“ Durch die Gegensprechanlage, den Türspion oder das Fenster immer schauen, wer überhaupt rein möchte. Ein Glas Wasser oder einen Zettel lässt sich auch mit Sperrriegel oder Schließkette nach außen reichen. Und wer ist schon eine öffentliche Toilette? Bei angeblichen Firmen-Mitarbeitern die Telefonnummer dieser Firma im Telefonbuch nachschauen und dort anrufen, bevor die Türe geöffnet wird. Keinesfalls eine Nummer, die von diesen „Mitarbeitern“ genannt wird, benutzen – denn diese ist fingiert. Und wenn auf der Straße gefragt wird, ob man nicht zwei Euro wechseln könne? „Nehmen Sie besser ein bisschen Kleingeld in Ihre Jackentasche.“ So lässt sich einfach Geld wechseln, einem obdachlosen Menschen etwas in den Hut werfen, eine Brezel kaufen, ohne das Portemonnaie zücken zu müssen. Herr Kraus ging in seinem letzten Teil noch auf den sogenannten Enkeltrick ein, welcher schon vor 40 Jahren angewandt wurde, nur sich heute auf Verwandte oder Bekannte gewandelt hat. Der Trick beginnt immer mit einer Frage z.B. Rate mal wer am Telefon ist? Und schaukelt sich dann immer weiter hoch bis ein Vertrauen aufgebaut ist. Dann kommt der erste Teil, die Frage nach Geld, welcher der Betrüger nicht geschenkt haben möchte, sondern es sich nur leihen. Im Anschluss kommt der zweite Teil, das Geld wird nie selbst abgeholt, sondern immer durch einen Boten. Remigius Kraus rät: 2Auf Fragen achten und wenn der vermeintliche Enkel Geld will, soll er selbst kommen und es sich abholen“. „Guten Tag, ich bin von der Polizei. Wir haben bei Festnahme eines Einbrechers eine Adressenliste gefunden. Auch Ihr Name ist dabei.“ Dieser Einstieg gehört zu den neuesten Methoden, die überraschten Angerufenen über persönliche und vor allem finanzielle Verhältnisse auszufragen. Sind die Betrüger erfolgreich, werden die Angerufenen überredet, zu ihrer eigenen Sicherheit Wertgegenstände und Vermögen an die vermeintlichen Polizisten auszuhändigen. Auch hier Rät Herr Kaus: verständigen Sie die Polizei über die 110. Die Polizei verwahrt kein Geld oder Schmuck! Als letzten Punkt ging Remigius Kraus auf die fünf Punkte der Zivilcourage ein:

  1. Nicht selbst in Gefahr bringen
  2. Laut werden
  3. Genau Schauen (Zeuge werden)
  4. Polizei über die 110 rufen
  5. Sich um Opfer kümmern.

Der stellv. Altersobmann Michael Schmitt bedankte sich am Ende des Abends, für den höchst informativen Vortag, mit einem kleinen Präsent bei Herr Remigius Kraus.

 18 04 05 Vortrag Alterskameraden Polizei 1  18 04 05 Vortrag Alterskameraden Polizei 2

Neue Atemschutzgeräteträger ausgebildet

Das Tragen von Atemschutz ist ein Muss und aus der Feuerwehrarbeit nicht wegzudenken. Zudem liegt der Erfolg jeder Brandbekämpfung in den Händen der Atemschutzgeräteträger, die dem Feuer entgegentreten und es löschen. Damit die Einsatzkräfte ihre Aufgabe mit der erforderlichen Souveränität und Fachkompetenz erfüllen können, müssen sie nicht nur körperlich fit sein, sie müssen ihre Aufgabe und die Risiken auch kennen und können. Dieses Kennen und Können erlernten zwei ambitionierte Feuerwehrleute aus Karlsdorf-Neuthard in der letzten Februarwoche, bei diesem ersten Atemschutzlehrgang im Jahr 2018 in Linkenheim-Hochstetten Das Atemschutzausbilderteam des Landkreises Karlsruhe führte die Teilnehmer durch die theoretischen und praktischen Unterrichtseinheiten. In dem fünftägigen Lehrgang paukten die Auszubildenden das komplexe System der menschlichen Atmung, genauso wie die chemische Zusammensetzung der Luft oder die tödliche Wirkung von Rauchgasen. Alle Teilnehmer lernten die Technik und ihre Atemschutzausrüstung kennen und beherrschen, um unter den schweren Bedingungen sicher arbeiten zu können. Durch einen theoretischen Test und einer praktischen Erfolgskontrolle inklusive "Heißsimulation" qualifizierten sich alle Teilnehmer am Abschlusstag zum Tragen von Atemschutz im Übungs- und Einsatzdienst. Ihre Wirkungsstätte wird der gefährlichste Bereich im Einsatz sein - und die verantwortungsvolle Aufgabe, die erlernten Fähigkeiten in ein konsequentes Handeln zur Schadensabwehr anzuwenden. Wir gratulieren Nina Scheuermann und Pascal Schlindwein zum erfolgreichen Lehrgansabschluss und wünschen ihnen viel Erfolg bei ihrer neuen anspruchsvollen Tätigkeit.

18 03 01 Atemschutzlehrgang