Aktuelles und News

Ehrenkommandant Bernd Herlan feierte 80. Geburtstag

Mit Freuden konnte die Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard am Montag den 26.11.2018 ihren Ehrenkommandanten Bernd Herlan zum 80. Geburtstag gratulieren. Der stellv. Kommandant Reinhard Schlindwein und eine Abordnung der Altersmannschaft überbrachten die Glück und Segenswünsche von den Feuerwehrkameraden und ein Präsent. Bernd ist seit über 66 Jahren Mitglied der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard. 1967 wurde er zum Kommandant der Feuerwehr Neuthard und 1978 zum ersten Gesamtkommandant der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard gewählt. Unter Bernd´s Regie wurde auch 1973 die Jugendfeuerwehr Neuthard und 1975 der Fanfarenzug gegründet. Bernd hat in seiner Feuerwehrlaufbahn das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber im Jahre 1966 erfolgreich abgelegt. Eine für die damalige Zeit und auch heute noch sehr herausragende und Leistung. Er war auch die Federnführende Hand beim 100 Jährigen Jubiläumsfest 1968. Über viele Jahren kümmerte er sich nun als Altersobmann um die Altersmannschaft der Abt. Neuthard. Für all seine Feuerwehrarbeit wurde er 1993 zum Ehrenkommandant ernannt. Wir wünschen dem Jubilar noch viele Jahre Gesundheit und noch viele schöne Stunden im Kreise seiner Familie.

18 12 03 Bernd Herlan

Spätjahres-Hauptübung der Feuerwehr in Neuthard Simulierter Schadstoff-Unfall forderte den Gefahrgutzug

Nicht nur regional bei der Großübung im Rollenbergtunnel, auch auf örtlicher Ebene hielten sich die Feuerwehren am Wochenende bei Übungen fit. So in Neuthard, wo die Freiwillige Feuerwehr ihre Spätjahres-Hauptübung absolvierte.

Die Übungsvorgabe war ein Unfall mit Gefahrgut auf dem Friedhofsparkplatz. Ein verunglückter Pritschenwagen hatte auf seiner offenen Ladefläche in einem Kunststofftank mehrere hundert Liter mit einer unbekannten, offensichtlich giftigen Flüssigkeit transportiert, so das Szenario.

Der Fahrer des Wagens lag nach dem Unfall bewusstlos im Führerhaus.

Ehe der eigentliche Haupteinsatz startete, löschte die Jugendfeuerwehr mit gut geübter Hand und Koordination den entstandenen Brandherd. Dabei sorgte eine unfreiwillige, imposante Wasserfontäne aus einem defekten Hydranten kurzzeitig für Erheiterung und sportliche Fortbewegungen der zahlreichen Zuschauer, die aus verständlichen Gründen einer kalten Dusche entgehen wollten.

Für die versierten Einsatzkräfte war das kleine Malheur keine Herausforderung und folglich schnell behoben.   

Im Hauptübungsteil rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen an. Darunter der Gefahrgutzug, den speziell ausgebildete Feuerwehrleute der Wehren aus Bretten, Kraichtal und Karlsdorf-Neuthard bilden. Auch der vor wenigen Tagen übergebene Gerätewagen Gefahrgut kam zu seinem ersten Übungseinsatz. Mit aufwändiger Schutzkleidung wurde die verdächtige "Chemikalie" aus dem "Unfallfahrzeug" gesichert, sobald der "Verunglückte" aus der Gefahrenzone gerettet war. Mit speziellen Messungen galt es gleichzeitig, die potenzielle Gefährdung für Mensch und Umwelt durch den angenommenen Giftstoff aufzuspüren und zu eliminieren. Dazu wurde eigens ein Zelt für die Dekontamination, also zur Entfernung von gefährlichen Stoffen, aufgebaut.  

Für die Beobachter, darunter Bürgermeisterstellvertreter Uwe Zweigner und weitere Vertreter des Gemeinderats, war die Übung eine gute Gelegenheit, sich von der Schlagkraft und Einsatzstärke der Feuerwehr zu überzeugen. Für sie kommentierte Kommandant Edgar Geißler anschaulich das Einsatzgeschehen.

Bericht: Gemeinde karlsdorf-Neuthard

Bilder Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard

 18 11 17 Sptjahreshauptbung 1  18 11 17 Sptjahreshauptbung 2
 18 11 17 Sptjahreshauptbung 3  18 11 17 Sptjahreshauptbung 4
 18 11 17 Sptjahreshauptbung 5  18 11 17 Sptjahreshauptbung 6

Neue Atemschutzgeräteträger ausgebildet

Im November haben zwei Angehörige der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger erfolgreich absolviert. In dem zweiwöchigen Lehrgang konnten sich die Teilnehmer in Theorie und Praxis den richtigen und sicheren Umgang von Atemschutzgeräten im Feuerwehreinsatz aneignen. Neben den theoretischen Unterrichtsthemen, wie z.B. Rechtsgrundlagen oder Atemgifte, fanden auch zahlreiche Einsatz- und Belastungsübungen statt.

Highlight war die zum Abschluss des Lehrgangs stattfindende Übung im Brandcontainer. Hier wurde das in den Tagen zuvor gelernte und angeeignete Wissen in die Tat umgesetzt und praktisch angewandt. In Zweiertrupps meisterten die neuen Atemschutzgeräteträger auch diese Übung problemlos. Diese Grundlagen und Fertigkeiten werden jetzt am Standort noch weiter vertieft, bevor sie ihr sehnlichst erwartetes „A“ als Helmkennzeichnung erhalten und letztlich im Einsatzfall auch als Geräteträger eingesetzt werden können.

An jeden Geräteträger werden unterschiedliche Anforderungen gestellt. Neben dem Lehrgang muss zuvor das 18. Lebensjahr vollendet, aber auch die Grundausbildung abgeschlossen sein. Ebenfalls muss die körperliche Eignung nach G26/3 durch einen Arzt festgestellt und bestätigt werden. Während des Lehrgangs erhält jeder Teilnehmer Einblick in Themen wie Rechtsgrundlagen oder Aufbau und Funktion von Atemschutzgeräten und Masken, aber auch die zusätzliche körperliche Belastung beim Tragen von Schutzkleidung und Atemschutzgeräten (ca. 35kg) wird vermittelt. Nach der Ausbildung sind für jeden Atemschutzgeräteträger regelmäßige Wiederholungsübungen, Nachuntersuchungen, aber auch Fortbildungen oder Nachschulungen (Theorie und Praxis) Pflicht.

Wir gratulieren Svenja Baumgärtner und Leon Rößler recht herzlich und wünschen ihnen immer ausreichend Luft und unfallfreie Einsätze.

18 11 19 Atemschutzlehrgang

Neuer Gerätewagen Gefahrgut an Feuerwehr übergeben

Herr Landrat Dr. Schnaudigel eröffnete am Dienstagabend gegen 18 Uhr vor der Altenbürghalle in Karlsdorf-Neuthard die feierliche Übergabe des neuen Gerätewagens Gefahrgut, kurz GW-G genannt.

Er begrüßte Herrn Bürgermeister Sven Weigt, Herrn Kreisbrandmeister Thomas Hauck, die Vertreter des Gemeinderates Karlsdorf-Neuthard, des Kreistages, des Landratsamtes sowie des Kreisfeuerwehrverbandes. Des Weiteren hieß er die zahlreichen Vertreter der verschiedenen Feuerwehren des Landkreises herzlich willkommen.

Er dankte in seiner Ansprache allen Beteiligten für ihren großen Einsatz bei der Realisierung der Beschaffung. Es war nicht immer einfach ein so individuelles Fahrzeug in Auftrag zu geben. Letztendlich konnte es aber zu einem hervorragenden Abschluss gebracht und das Ergebnis nun präsentiert werden. Der finanzielle Aufwand von rund 465.000 Euro sei eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Gefahrgutzuges und mit Karlsdorf-Neuthard ein alt bewährter Partner für die Wahl des Fahrzeug-Standortes.

Im Anschluss bedankte sich Bürgermeister Sven Weigt in einer kurzen Rede beim Landratsamt für die hervorragende Zusammenarbeit in der Vergangenheit und das entgegengebrachte Vertrauen. Nun stehe den Feuerwehrkameradinnen und Kameraden des Gefahrgutzuges einiges an Ausbildungsarbeit bevor um das Fahrzeug im Detail kennen zu lernen und um die Gerätschaften fachgerecht bedienen zu können.

Anschließend setzten Mitarbeiter der Firma Aliventa, den Veranstaltungsexperten aus Karlsdorf-Neuthard, das neue Fahrzeug ins richtige Licht. Hier kam auch als kleiner Überraschungseffekt Pyrotechnik zum Einsatz. Die restlichen Fahrzeuge des Gefahrgutzuges begrüßten den neuen Gerätewagen ebenfalls durch Einschalten des Blaulichtes.

Fahrzeugdaten: 16 Tonnen Fahrgestell von MAN mit 290 PS, Beladung nach Norm 14555-12, Ladebordwand 1,5 Tonnen von Bär, Aufbau und Beladung von Ziegler, Material zum Auffangen und umpumpen von Gefahrstoffen in fester und flüssiger Form, Probenahmesets, Messtechnik: 4 Multigasmessgeräte und 1 PID Messgerät, Wärmebildkamera von Flir, 10 Ex-geschützte Funkgeräte, 10 CSA-Anzüge und 20 leichte Schutzanzüge, 4 Rollwägen für Umpumpen, Erstangriff, PA/Schnelleinsatzzelt und Dekontamination, LED-Lichtmast und Markise.

Die beiden Pfarrer Dr. Forneck und Rensch gaben dem GW-G den kirchlichen Segen. Nach der Segnung des Fahrzeuges ging es aufgrund der sinkenden Temperaturen im Foyer der Altenbürghalle weiter.

Es folgte die symbolische Schlüsselübergabe durch einen Vertreter der Firma Ziegler an Kommandant Edgar Geißler. Dieser bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

Der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Eckhard Helms hielt nun noch einige Überraschungen in Form von Ehrungen für die Anwesenden bereit. Zuerst bat er die Kameraden Michael Jörger und Björn Brenner der Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard zu sich. Die beiden erhielten für ihr jahrelanges Engagement innerhalb der Feuerwehr, insbesondere aber des Gefahrgutzuges, die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber verliehen. Eckhard Helms steckte den Kameraden die Auszeichnung an die Uniform und übergab ihnen die dazugehörigen Urkunden. Als nächstes wurde Kommandant und Zugführer des Gefahrgutzuges Edgar Geißler nach vorne gebeten. Dieser wurde vom Verbandsvorsitzenden Helms aufgrund  seiner herausragenden Verdienste um den Gefahrgutzug mit der Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes in Silber ausgezeichnet. Zum Abschluss wurde Kreisbrandmeister Thomas Hauck für seine „Lebensleistung“ innerhalb der Feuerwehr  mit der höchst möglichen Auszeichnung geehrt, dem Deutschen Feuerwehr Ehrenkreuz in Gold.

Zum Abschluss richtete der Gefahrgutzugführer Edgar Geißler noch ein paar abschließende und dankende Worte an die anwesenden Kameradinnen und Kameraden und lud diese ein sich am Buffet zu bedienen und / oder den Gerätewagen Gefahrgut im Außenbereich zu besichtigen.

18 11 06 bergabe GWG 1  18 11 06 bergabe GWG 2 
 18 11 06 bergabe GWG 3  18 11 06 bergabe GWG 4

Bericht: Patric Paulus, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Karlsruhe

Bilder: Patric Paulus, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Karlsruhe und Gemeinde Karlsdorf-Neuthard