„Hilfe für Helfer“

Am Montag, den 11.12.2017 behandelte die Freiwillige Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard in ihrem Übungsabend das Thema „Einsatznachsorge – Hilfe für Helfer“. Zu diesem Zweck war Daniel Paulus, Sprecher des Einsatznachsorgeteams Karlsruhe, unser Gast und unterrichtete nicht nur über die organisatorische Struktur des Teams, sondern auch über ihre inhaltlichen Aufgaben. Rettungs- und Einsatzkräfte sowie Betroffene erleben das Menschen schwer verletzt werden oder gar an der Unglücksstelle sterben. Sie erfahren die Hilflosigkeit und das Entsetzen Beteiligter wie Unbeteiligter. Sie spüren den Stress nach Extremsituationen, physisch wie psychisch. Das ist der Punkt, an dem auch ein Helfer oder Betroffener einmal Hilfe braucht. Und jede Einsatzkraft reagiert auf erlebtes im Einsatz anders, so startete der Vortrag von Daniel Paulus sehr gekonnt und beeindruckend. Der Übungsabend war gegliedert in: Prävention von psychosozialen Belastungsfolgen; Früherkennung von psychosozialen Belastungsfolgen nach belastenden Notfällen bzw. Einsatzsituationen; Die Möglichkeiten der Unterstützung und Hilfe für betroffene Personen und Gruppen. Paulus wies daraufhin das Jahre später Probleme und Traumas auftreten können. Er zeigte an Beispielen auf, dass man das erlebte zulassen, und nicht verdrängen sollte. Es ist normal das der Körper darauf reagiert. Er zeigte auch die Ursachen auf, das gerade belastende Faktoren vor einem Einsatz schnell zu einer Überhäufung des Stresses (Wasserglas überläuft) kommen kann. Dem könne durch einen Ausgleich und Stressabbau im Privatleben entgegengewirkt werden. Gemeinsam drüber reden, Informationen nach einem Einsatz (Einsatznachbesprechung) seien auch gute Lösungen. Gerade auf Familie bzw. Menschen im Umfeld hören sei sehr wichtig, da sie eine Veränderung am schnellsten feststellen. Bei der Schulung erkannte man das die Nachsorge (Notfallseelsorge) für die Betroffenen, Angehörigen, Zeugen sich deutlich von dem Einsatznachsorgeteam unterscheidet. Diese Betreuung übernehmen die Kollegen von der Notfallseelsorge, die sich auf die Betreuung von Angehörigen und Zeugen speziell fortgebildet haben. Der stellv. Kommandant Georg Kistner bedankte sich am Ende des Abends, für den höchst informativen Vortag, mit einem kleinen Präsent bei Daniel Paulus.

Einsatznnachsorge

 

Tagesgruppe besucht Feuerwehr

Die Tagesgruppe 14 der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee GmbH besuchte am 25.11.2017 die Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard. Im Feuerwehrhaus in Karlsdorf konnten 8 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Betreuer von den vier Feuerwehrleuten begrüßt werden. Zunächst wurden Fragen der Kinder beantwortet. Jetzt wissen sie, was ein Feuerwehrmann macht, wenn beim Einkaufen ein Alarm eingeht und dass niemand im Feuerwehrhaus wohnt. Natürlich wurde auch das Verhalten im Brandfall trainiert. Neben der Nummer der Feuerwehr stand auch das Üben der 5W-Fragen eines Notrufes auf dem Programm. Aufmerksam hörten die Kinder zu, als die persönliche Schutzausrüstung und die Fahrzeugbeladung erklärt wurde. Dass die Feuerwehr auch mit schwerem Gerät arbeitet, konnten die Kinder selbst erfahren, als sie das hydraulische Spreizgerät anheben durften. Gestaunt wurde auch darüber, dass ein Atemschutzgeräteträger bei einem Brandeinsatz rund 30 kg an Ausrüstungsgegenständen zu tragen hat. Dies durfte von den Schülern natürlich auch mal selbst getestet werden und wurden so sie zur Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann. Höhepunkt des Vormittags war die kleine Ausfahrt mit dem Feuerwehrauto und als es für die Kinder „Wasser Marsch“ hieß und Sie probeweise einen kleinen Brand löschen durften. Es war ein gelungener Ausflug der Tagesgruppe, der den Kindern das Thema Feuerwehr noch einmal nähergebracht hat. Wir möchten uns bei allen Kameraden für die geopferte Freizeit zur Gestaltung diesen tollen Samstagvormittag bedanken.

Tagesgruppe 1

Spätjahreshauptübung „Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen“

„Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen, Ladung eines LKW brennt“ hieß das Szenario bei der gemeinsamen Spätjahres-Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard, der Jugendfeuerwehr und dem DRK-Ortsverein Karlsdorf, am vergangenen Samstagnachmittag, den 18.11.2017. In der Kohlfahrtstraße wurde realitätsnah ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem LKW mit Hänger simuliert. Nach der Kollision, so die Übungsvorgabe, ging die Ladung des Hängers in Flammen auf. Im beteiligten PKW wurden die beiden schwer verletzten Fahrzeuginsassen eingeklemmt. Rund 40 Aktive der Jugendfeuerwehr löschten zunächst unter Regie von Jugendwart Christian Geißler professionell und zügig den Fahrzeugbrand. Nach dem Eintreffen der Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte begann die medizinische Erstversorgung und die Befreiung der beiden eingeklemmten Personen im PKW. Dabei kam  hydraulisches Rettungsgerät, umgangssprachlich Schere und Spreizer genannt, zum Einsatz. Aufgrund der angenommenen schweren Verletzungen der Eingeklemmten, entschied sich die Einsatzleitung gemeinsam mit dem Rettungsdienst für eine möglichst schonende Rettung. Deshalb wurde unter den staunenden Augen der Zuschauer das Dach des Fahrzeugs abgenommen, um Platz für die optimale Befreiung der Patienten schaffen. Im zweiten Übungsabschnitt galt es, den ebenfalls verletzten und bewusstlosen „Fahrer“ des LKW schnellstmöglich zu befreien und dem Rettungsdienst zu übergeben. Am Behandlungsplatz des DRK wurden die Verletzten erstversorgt und für den Transport in die Klinik vorbereitet. Kommandant Edgar Geißler erläuterte den zahlreichen Zuschauern anschaulich den Übungsablauf. Auch Bürgermeisterstellvertreterin Monika Ratzel und Mitglieder des Gemeinderats überzeugten sich vor Ort von der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr. Mit der Abschlussbesprechung im Gerätehaus Karlsdorf endete ein anspruchsvoller und erfolgreicher Übungsnachmittag, den Georg Kistner bestens vorbereitet hatte. Die Feuerwehr bedankt sich bei Alfons Holzer GmbH für die Bereitstellung des LKW`s und den zahlreichen Zuschauern danken die Einsatzkräfte für ihr Interesse.

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Feuerwehrleute lernen Technik der Personenaufzüge kennen

Mit Klaus Mayer, Geschäftsführer der Hydraulik-Liftsysteme Walter Mayer Gmbh aus Bruchsal konnte eine sehr fachkundiger Referent für einen Unterrichtsabend der örtlichen Feuerwehr gewonnen werden. „Aufzüge sind ein sehr sicheres Transportmittel und es gibt wenige Unfälle“, stellt Mayer zu Beginn fest. Dass die Feuerwehren sich mit dem Thema befassen müssen liegt oft an der Tatsache, dass Unfälle beim Bau, bei der Reparatur oder bei der Wartung entstehen können. Dann sind die Feuerwehren ebenso gefordert, wie dann, wenn besorgte Fahrgäste in steckengebliebenen Aufzügen nicht den Notdienst sondern über 112 gleich die Hilfe der Feuerwehr anfordern.

Um den Betrieb sicherer zu machen, haben sich die Vorschriften in den letzten Jahren sehr stark verändert und sind nun als europäische Normen für alle Aufzugsarten verbindlich. Übergangfristen laufen 2020 endgültig aus. Mit einem praktischen Teil in einem Gemeindegebäude mit Aufzug konnte ein sehr gelungener und interessanter Übungsabend abgeschlossen werden.

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